AW geht auf DIGITALE ÖFFENTLICHE FÜHRUNG im Kunstpalast Düsseldorf – Ein Erfahrungsbericht

Eines vorweg: Die Digitalen Öffentlichen Führungen des Museum Kunstpalast ersetzen nicht den realen Besuch einer Ausstellung. Punktuell geht die Kunstvermittlerin (KV) auf einzelne Werke des vorgestellten Künstlers ein, seiner Freunde und Zeitgenossen. Begleitet von interessanten Episoden seines Werdeganges, Motivation, kunstgeschichtlicher Entwicklung seiner Zeit, wissenswertes zu einzelnen Bildern, wuschen der virtuelle Raum und die virtuell aufgehängten Bilder schnell an einem vorbei. Am liebsten möchte man nach der Präsentation aufspringen und sich mit dem gerade gewonnenen Wissen direkt auf den Weg zum Museum machen!

60 Minuten sind für die Digitale Führung der Ausstellung ‘Caspar David-Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker’ eingeplant. In der Präsentation führte uns die KV durch virtuelle 3D Räume, wahrscheinlich der tatsächlichen Ausstellung vor Ort nachempfunden und navigierte, wie man es von Google Streets kennt, mit Mausklicks durch den Raum. Bei einzelnen Bildern blieben wir stehen und im Großbild, nah und hochauflösend herangezoomt, brachte man uns die Kunstwerke und das Leben, hauptsächlich Caspar David-Friedrichs, näher. Am Ende der Präsentation dürfen auch Fragen gestellt werden, auf die die KV in der verbliebenen Zeit eingeht.

Für eine solche Führung braucht man natürlich ein Gerät (PC, Handy, Tablet – Kamera nicht erforderlich), die diese übertragen kann. ‚Jetzt stell Dir mal vor, dass Ganze auf einem großen TV zu sehen!’ Das wäre ideal für so eine Führung, aber leider nicht ganz so einfach umzusetzen, denn die digitale Plattform der Präsentation (Zoom) gibt es nicht als native App für die vorhandenen Fernseher oder z.B. Apple TV. Besitzt man aber die technischen Voraussetzungen, kann man den Bildschirm, auf dem die Zoom App und die Führung gerade läuft, mit einem TV oder, eben wie in unserem Beispiel Apple TV, teilen. Oder, man nutzt einfach den integrierten Internetbrowser des TVs.

Am Ende lief es genau so, wie wir es uns vorgestellt haben: Mit einem befreundeten, kunstinteressierten Pärchen hockten wir, alle in Decken gekuschelt, auf der Couch und gönnten uns einen Schuß sehr vermisster Kultur. Man könnte sich vorstellen, auch wenn die Museen wieder geöffnet sind, eine solche digitale Führung grundsätzlich vor dem Besuch einer Ausstellung zu buchen. Es ist einfach direkter, netter und sympathischer als mit Stöpseln und einem vorgefertigten Vortrag im Ohr durch die Hallen zu laufen.

 

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