Das Material – Mit was die alten Meister gemalt haben: Malgrund/Tafel (16. Jahrhundert)

Der Malgrund, oder die Maltafel nach Region:

Im Norden: Holz aus haltbarer Eiche aus quadrierten Stämmen
Im Süden: weiches, helles Holz der Pappel, lässt sich leichter glätten
Neu: Leinwand – leicht und rollbar, wegen Nachgiebigkeit keine Risse

Das Holz muss geschnitten, geleimt, geglättet mit dem zweigriffigen Ziehmesser und grundiert werden. Geeignet ist Holz aus Kernbrettern, genau aus der Mitte des Stammes, möglichst ohne Astlöcher und Harzgallen. Es wird abgelagert und in Salzwasser getränkt, ähnlich den Eigenschaften von angeschwemmten Bootsholz.

Gutes Holz: Mittelbretter (Spiegelholz)

Man erkennt es an den kleinen, glänzenden Stellen, die durch das Anschneiden der Markstrahlen (Spiegel) entstanden sind. Es ist sehr kostspielig, da viel Ausschuss entsteht. Ein Stamm wird der länge nach halbiert und nur ein Brett aus der Mitte herausgesägt. Die Jahresringe sollten senkrecht zur Oberfläche verlaufen. Schräge Jahresringe werden sich später werfen und die Farbschicht platzt.

Mit Dünnbeil und später Zieheisen wird die Platte geglättet. Der Leim, warm gemacht und mit etwas Wasser verdünnt, wird auf beide Seiten aufgetragen. Diese Grundierung ist nötig, damit sich das Holz nicht verzieht. Gekocht wird der Leim für die Tafel aus Ziegenschnautzen, Klauen und Häuten.

 

Bisher behandelt: Farbpigmente aus der frühen Zeit – MumieCaput MortuumBraun, Rot und ErdtöneGrüntöneBlautöne,  Weiß, Gelb und Schwarztöne Das Material –  BindemittelPinsel und Paletten

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