Farbpigmente aus der frühen Zeit – Mit was die alten Meister gemalt haben: Braun, Rot und Erdtöne (16. Jahrhundert)

Bollus  (Rötel, Armenischer Ton) – Feinste rote Tonerde, geeignet zum Zeichnen und der Herstellung eines guten Inkarnats (Fleischton), wie echt wirkendes Blut unter der Haut, verleiht es Antlitz und Körper, Leben

Zinnoberrot – wurde in Bergwerken gewonnen, geeignet für Ziegel und natürliche Gestaltung von ganzen Gebäuden, prunkvolle Gewänder verdanken der Farbe ihr Aussehen

Rubinroter Krapplacks – Gemahlen aus Krappwurzeln und der karminroten Farbe getrockneter Cochenille Läuse (Azteken benutzten den roten Farbstoff, Karmesin genannt, um z. B. Stoffe zu färben)

Terra Di Pozzuoli, Rotocker – Abgebaute Vulkanerde, Substanz aus der Gegend des Vesuvs, mit Kalk gemischt ist es ideal für Fresco Malerei (Wand- oder Deckenbild), da es wie Zement aushärtet

Terra Di Siena – Braunrot, ein reichlich vorhandenes Pigment aus gebrannter Erde, Gebiet Siena, es hat eine schwache Deckkraft und ist daher ideal für Schichtmalerei, ist dem Rotocker verwandt

Gebrannter Ocker – Milde Erdfarbe, gibt einem Bild den irdischen Bezug, da es Dinge schwer und vergänglich macht

Erdpech (Asphalt) – Erdton (Braunton), welcher aus heissen Quellen in das Tote Meer floss und durch Abschöpfen gewonnen wurde

Zyprischer Umbra – zu simples Braun, eine dumme Farbe, denn…

Brauntöne sollte man durch Mischen verschiedener Rot-, Schwarz- und Ockertöne gewinnen!

Schon behandelte Farbpigmente: Mumie und Caput Mortuum

Bild: Annibale Carracci, Der Fischfang, 1596

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